WAS UNS ALLE ANGEHT – TREIBENDE KRÄFTE IM KLIMAWANDEL

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Datum/Zeit
Date(s) - 10/05/2021
Ganztägig

Veranstaltungsort
Online

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Netzgespräch 2

Das Virus fordert uns nach wie vor heraus. Bis wir unser Publikum wieder vor Ort empfangen können, kann man unser Theater im Netz erleben. Zur Zeit bereiten wir neue Produktionen vor, eine davon stellt das Thema »Klima« in den Mittelpunkt.
Shakespeare sagt „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer sind nichts als Spieler“ – die für das Wohlergehen unseres Planeten mehr Verantwortung übernehmen müssten?
Dass Mensch und Natur ein kooperierendes Ganzes sein sollten, wird durch die Pandemie noch einmal bestärkt. Dass dem Eisbären die Eisschollen unter den Tatzen wegschmelzen, hat Ursachen und Wirkungen in hochkomplexen Zusammenhängen. Der Klimawandel ist auch eine gesellschaftliche Herausforderung und das Theater spielt hier die Rolle des Beobachters: es interpretiert und spielt mit gesellschaftlichen Phänomenen und Fragestellungen.
Um uns im Prozess der Stückentwicklung mit wissenschaftlichen Hintergründen auseinanderzusetzen, haben wir Dr. Gunnar Spreen und Dr. Frank M. Raddatz für eine Teilnahme am Netzgespräch 2 gewinnen können.

In der etwa einstündigen online-Veranstaltung (zoom), hält Dr. Gunnar Spreen einen kurzen Vortrag über seine Teilnahme an der MOSAIC Expedition. Anschließend ein Gespräch zwischen Dr. gunnar Spreen und Frank Raddatz. Wie können sich Kunst und Wissenschaft für das Gelingen des gemeinsamen Prozesses gegenseitig befruchten und inspirieren? Währenddessen können Zuschauer/innen ihre Fragen und Kommentare in den Chat schreiben.

Dr. Gunnar Spreen ist Leiter der Arbeitsgruppe „Fernerkundung der Polarregionen” an der Universität Bremen. Er arbeitet seit mehr als 15 Jahren mit Satellitenbeobachtungen, um das Meereis in der Arktis und Antarktis und das dortige Klimasystem besser zu verstehen. Bei der einjährigen MOSAIC-Expedition war Gunnar Spreen als Mitglied des Project Boards für die Koordination der Fernerkundungsaktivitäten verantwortlich. In den ersten dreieinhalb Monaten der Expedition war er mit an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern, um seine Instrumente auf der Eisscholle zu installieren.

Dr. Frank M. Raddatz arbeitete an diversen Schauspielhäusern u. a. mit Heiner Müller, Dimiter Gotscheff, Theodoros Terzopoulos, Einar Schleef, Valery Fokin, Tadashi Suzuki und Frank Castorf. Mehrere Inszenierungen am Forum Freies Theater in Düsseldorf. Bis 2014 Mitglied der Redaktionsleitung der Zeitschrift Theater der Zeit ist er seither für die Zeitschrift Lettre International tätig. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zu Kunst und Theater. Im März 2021 erscheint »Das Drama des Anthropozäns«. Er gründete gemeinsam mit Prof.Dr. Antje Boetius, Professorin für Meeresbiologie an der Universität Bremen und Leiterin des Alfred-Wegener Instituts in Bremerhaven, 2019 das Theater des Anthropozän der Humboldt-Universität zu Berlin. Beide sind überzeugt, dass es angesichts der Erderwärmung eines revidierten Verständnisses unserer Beziehungen zum Planeten bedarf wie eines rechtlich bindenden Vertrags zwischen Mensch und Natur. Jetzt sind umfassende Konzepte und Veränderungswillen gefragt, so dass das Theater bei dieser Transformation eine „tragende Rolle“ übernehmen kann.

Da wir keine Einnahmen haben, freuen uns über Spenden: Sparkasse Bremen / IBAN: DE19 2905 0101 0001 707090 / SWIFT-BIC SBREDE 22. »LINK« wird spätestens 30 Minuten vor Beginn auf dem Sternchen-Button rechts freigeschaltet.