VOM EIS GEBISSEN. IM EIS VERGRABEN

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Datum/Zeit
Date(s) - 03/12/2019
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
bremer shakespeare company

Kategorien


Dienstag, 3. Dezember, 19.30 Uhr im Theater am Leibnizplatz.

Als Gast: Dr. Stefanie Arndt vom Alfred-Wegener-Institut

„VOM EIS GEBISSEN. IM EIS VERGRABEN“

Geschichten aus der Deutschen Polarforschung. Szenische Lesung aus der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“. Kooperation bremer shakespeare company und Universität Bremen, FB Geschichtswissenschaft. Einrichtung Text/Szene: Peter Lüchinger. Mit: Peter Lüchinger, Michael Meyer, Theresa Rose, Markus Seuß Vor 150 Jahren, am 24. Mai 1868, brechen Kapitän Koldewey und elf Mann Besatzung mit dem Segelschiff „Grönland“ in Richtung Arktis auf. Diese Fahrt wird die erste erfolgreiche deutsche Nordpolarexpedition. König Wilhelm, Ministerpräsident Bismarck, Kriegs- und Marineminister Roon und Generalstabschef Moltke stehen am Pier und winken zum Abschied. Was trieb die Polarforscher zu ihren riskanten Reisen in die Eiswüste? Mit welchen Erfahrungen und Erkenntnissen kehrten sie – wenn überhaupt – zurück? Wie veränderten die Ergebnisse ihrer Expeditionen unsere Vorstellungen von der Welt? Welche politischen und wirtschaftlichen Interessen gab es an der Polarforschung?

In der Lesung kommen August Petermann, Alfred Wegener, Johannes Georgi und Fritz Loewe und Ernst Sorge zu Wort und berichten über ein Leben in Einsamkeit und Kälte, über Konflikte und Freundschaft, über die lange Trennung von ihren Frauen und über die Bedeutung ihrer vierbeinigen Begleiter.

FOTO: MARIANNE MENKE

Mehr über Dr. Stefanie Arndt

Dr. Stefanie Arndt studierte Meteorologin und promovierte als Meereisphysikerin (Abschluss Januar 2017). Ihr persönlicher Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Schnee auf Meereis, genauer: Schnee auf Antarktischem Meereis. Für MOSAiC macht sie allerdings eine „Ausnahme“ und beschäftigt sich hier auch mit der Schneeauflage auf arktischem Meereis – und am Ende Vergleiche zur antarktischen Schneedecke ziehen. Für MOSAiC wird sie von Mitte Februar bis Mitte April auf Polarstern sein und zusätzlich zu ihren „normalen“ wissenschaftlichen Aufgaben das international besetzte 11-köpfige Meereisteam auf ihrem Abschnitt an Bord leiten. Bis heute hat sie an 7 Polarstern-Expeditionen in die arktischen und antarktischen Gewässer teilgenommen. Dabei hat sie insgesamt über 14 Monate an Bord der alten Dame „Polarstern“ verbracht. Scherzhaft, aber auch ein bisschen stolz nennt sie Polarstern ihr drittes Zuhause (nach ihrer Heimat Berlin und ihrem Wohnsitz Bremerhaven).

Preise: 13 €/erm. 6 €. FOTO: KERSTIN ROLFES