Gespräch über den kleinen Scholz

Lade Karte ...

Datum/Zeit
Date(s) - 09/10/2020
15:00 - 16:00

Veranstaltungsort
Galerie im Park

Kategorien


Der kleine Scholz
Der Bremer Psychiater Dr. Ludwig Scholz (1868-1918) war wegweisend in der psychiatrischen Pflegeausbildung. Berühmt und als unangefochtene Autorität anerkannt wurde Scholz durch seinen 1900 erschienenen „Leitfaden für Irrenpfleger“, der – in allgemeinverständlicher Form verfasst – dem Pfleger als Handhabe in der Alltagspraxis dienen sollte.

Ein Gespräch mit der Autorin Marion Reich
Moderation: Frank Warneke

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.

Auch nach dem Tode des Verfassers galt „der kleine Scholz“ über Jahrzehnte als das Standardwerk bei der Ausbildung von psychiatrischem Pflegepersonal. Immer wieder neu bearbeitet und umbenannt in „Leitfaden für Geisteskranke“, erschien der beliebte „kleine Scholz“ zuletzt 1950, mittlerweile in 26. Auflage.

Dr. Ludwig Scholz wurde 1868 als jüngster Sohn des Dr. Friedrich Scholz (1831-1907) geboren, des langjährigen Direktors der Bremischen Krankenanstalten und Autors zahlreicher Werke zu psychiatrischen und pädagogischen Themen.
Nach Medizinstudium und Tätigkeit als Assistenzarzt (u.a. auch bei seinem Vater) und Schiffsarzt übernahm Scholz in den Jahren 1897 bis 1911 die Leitung dreier psychiatrischer Anstalten. Anschließend kehrte er nach Bremen zurück, um sich als Nervenarzt nieder zu lassen. 1914 trat er als Sanitätsoffizier in den Krieg ein, dem er im November 1918 zum Opfer fiel. Als würdiger Nachfolger führte Ludwig Scholz das Werk seines Vaters fort. Schwerpunkte seiner wissenschaftlich-literarischen Tätigkeit bildeten wie bei diesem die Bereiche: psychische Störungen im Kindesalter und psychiatrische Krankenpflege.

Über die Autorin
Marion Reich erhielt 2016 für Ihre Forschungen den Heimatpreis der Wittheit zu Bremen; sie ist Vorstanfdsmitglied des Frauenmuseums Bremen. 2015 veröffentlichte sie die Biographie „Ich tat nur meine Christenpflicht“ über die Bremer Pädagogin Elisabeth Forck (1900-1988).

Eintritt frei