Clemens Austen

Karte nicht verfügbar

Datum/Zeit
Date(s) - 01/07/2021 - 02/07/2021
16:00 - 19:00

Veranstaltungsort
Raum404

Kategorien


Ausstellung:25 Juni bis 17 Juli 2021
Öffnungszeiten: Do + Fr: 16:00 – 19:00 , Sa: 14:00 – 17:00
Ort: Raum404, Nicolaistraße 36, 28195 Bremen

Der Raum404 präsentiert im Juni und Juli 2021 den Bremer Künstler Clemens Austen.
Ursprünglich vom Studium der Bildhauerei und Projektkunst her kommend, hat sich Austen ab 2007 konsequent der Zeichnung und der Malerei zugewandt. Die Produktionsweise ist gedankenlos, unambitioniert, reizoffen, assoziativ gelockert und schnell – eine serielle Struktur entsteht durch strenge Festlegung der Formate und Wiederholung. Die Techniken sind u.a. aus dem Surrealismus und der informellen Malerei entlehnt.
In seinen skizzenhaft anmutenden Werken zeigt sich immer wieder eine persönliche Nähe zu ostasiatischer Kunst und Kultur. Dies wird in der Ästhetik und der Komposition der Werke deutlich. Organische Formen und Bildkompositionen, die an asiatische Landschaftsmalerei erinnern sowie kontrastreiche Werke, bei denen dichte Bildteile neben freien Flächen stehen, lassen diesen Eindruck entstehen. Ein weiterer Hinweis auf die Anlehnung an die traditionelle ostasiatische Bildkultur und Kunstproduktion ist die Wiederholung immer gleicher Motive.
Bei seinen neueren Werken sind figürliche Elemente zu finden, durch ihre Anleihen aus dem vom traditionellen Shinto geprägten phantastischem Manga oder Anime ins Auge fallen. Immer wieder tauchen Figuren auf, die anders als der klassische europäische Geist keine menschlichen Gesichtszüge haben – oder diese unter einem Laken verstecken – sondern an japanische Kodama erinnern. Diese können, etwa aus dem
Anime Prinessin Mononoke von Miyazaki, auch europäischen Betrachter*innen bekannt sei. Wie im japanischen Shinto stehen sich in Austens Denken und seinen Werken Kunst und Künstlichkeit dem Leben und der Natur nicht gegenüber.

Austen präsentiert eine aus bereits bestehenden und neu für diese Ausstellung entstandenen Blättern komponierte raumspezifische Großarbeit. Daneben werden einzelne Blätter sowie großformatige Kladden des Künstlers präsentiert. Diese laden das Publikum zum blättern und genaueren studieren ein. Anders als in musealen Präsenations- und Wahrnehmungsstrukturen stehen die Betrachterinnen diesen Büchern nicht gegenüber. Das Publikum ist vielmehr eingeladen sich diese Werke auf die jeweils eigene Weise in der eigenen Geschwindigkeit anzueignen.

Der Raum 404 ist den gegebenen Coronregelungen folgend geöffnet. Es besteht Maskenpflicht und eine Begrenzung der anwesende Personen.
Anmeldungen per Mail sind unter zinefest@kulturbuero-bremen.de möglich