Arbeiten für Deutschland / Merhaba mein Stahl / Heimaterde

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Datum/Zeit
Date(s) - 21/08/2021
21:00 - 22:30

Veranstaltungsort
Kulturzentrum Schlachthof

Kategorien


Open Air Kino im Schlachthof im Rahmen des Filmfestivals „Hinschauen: Arbeit!“

In Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer und dem City46/Kommunalkino Bremen

Arbeiten für Deutschland – Ein Stahlwerk und „seine“ Ausländer (D 1990, Regie: Ulrich Scholz, 45 Min.)
Eike Hemmer und Ulrich Scholz haben im Jahr 1990 auf der damaligen Klöckner-Hütte Bremen (heute ArcelorMittal) türkische Arbeitsmigranten interviewt, die 25 Jahre zuvor als erste „Ausländer“ in der Hütte angefangen haben. Fühlen sie sich in Bremen wohl? Wie sieht es mit Qualifizierung und Aufstieg, auch die ihrer Kinder, aus? Wie ist das Verhältnis zu den deutschen Kollegen? Auch der Betriebsrat kommt zu Wort. In den 25 Jahren haben die Stahlwerke schwere Zeiten erlebt. Wie geht es heute [1990] weiter und ist die „Bremer Geschichte“ beispielhaft für die deutsche Stahlindustrie und ihre Arbeiter.

Merhaba mein Stahl – Deutsche und Türken auf der Klöckner Stahlhütte in Bremen (D 1993, Regie: Ulrich Scholz, 28 Min.)
Im Folgefilm von Arbeiten für Deutschland werden drei Jahre später zwei junge türkische Arbeiter vorgestellt, deren Väter zu der Zeit auch noch auf der Hütte arbeiteten. Die Dreharbeiten fanden kurz vor der großen Stahlkrise in Deutschland statt, wodurch Klöckner Bremen 1993 fast dicht gemacht worden wäre. Wer wird als erster gehen, wenn es auf der Hütte ernst wird?

Heimaterde (D 2012, Regie: Orhan Çalisir und Dirk Meißner, 29 min.)
Die Radio-Bremen-Reportage erzählt die Geschichte der letzten Reise von Ilya Bayram. Der Vater von fünf Söhnen und zwei Töchtern war Anfang der 1960er Jahre als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Er arbeitet als Schweißer und lebte später als Rentner abwechselnd in Oberhausen und der Türkei.Es war sein letzter Wunsch in Heimaterde begraben zu werden- über 3.000 Kilometer entfernt in der Türkei, in den Bergen am Schwarzen Meer.
Um ihn nach traditionellen Ritual bestatten zu können, muss der Leichnam so schnell wie möglich in Richtung Heimat transportiert werden. Die Zuschauer:innen begleiten Ilyas Bayram auf seinem letzten Weg, angefangen beim Totengebet in Deutschland bis zum Begräbnis in der Türkei. Familie und Freunde erinnern sich an sein Leben und stellen sich auch selbst die Frage: Wo wollen wir einmal begraben werden? Wo ist unsere Heimat? In Deutschland oder der Türkei?

Publikumsgespräch mit: Ulrich Scholz und Orhan Çalisir  (tbc)

Veranstalter:
Arbeitnehmerkammer Bremen

Vorverkaufsstellen:
Kulturzentrum Schlachthof, City46 Kommunalkino Bremen

Preise:
Eintritt: 7 €, ermäßigt 5 €