Aktionswochen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

Vom 9. bis 25. September finden im Bremer Norden wieder zahlreiche Veranstaltungen gegen Rassismus, Verschwörungsmythen, Antisemitismus, Sexismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit und für ein solidarisches Miteinander statt.

Veranstaltungen vor Ort und online
Am 13. September berichten Vertreter:innen der Internationalen Friedensschule Bremen und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Bremen e. V. vom Leben des ehemaligen Wehrmachtsoffiziers Rudolf Jacobs, der desertierte und als „Comandante Rodolfo“ mit italienischen Partisanen gegen die Faschisten kämpfte. Im Vegesacker Kulturbahnhof werden am 14. September die ZOLLHAUSBOYS auftreten. Außerdem ist am 16. September Burak Yilmaz für eine Lesung aus seinem aktuell erschienen Buch „Ehrensache. Kämpfen gegen Judenhass“ im Kulturbahnhof zu Gast. Am 18. September steht Sulaiman Masomi mit einer kunterbunten Mischung aus Slam Poetry, Musik, Comedy und Kabarett auf der Bühne des KITO.

Neben Präsenz-Veranstaltungen wird es auch verschiedene Online-Angebote geben.

Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung
Das Programm wird von einem breiten Bündnis aus Vereinen, Einrichtungen und engagierten Einzelpersonen aus der Region organisiert. Mit den Aktionswochen wollen die Organisator:innen auch in diesem Jahr ein Zeichen setzen gegen jedwede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und für vielfältige Lebensentwürfe eintreten. „Während der Corona-Pandemie haben sich ohnehin bestehende soziale Ungleichheiten und Diskriminierung weiter verschärft. So hat sich die prekäre Lebenssituation von geflüchteten Menschen weiter verschlimmert, um nur ein Beispiel zu nennen“, sagt Henriette Ullmann vom Verein Werkstatt Antidiskriminierung. „Zudem verzeichnen die Antidiskriminierungsstellen seit Ausbruch der Pandemie deutlich mehr Fälle von Diskriminierung – darunter auch zahlreiche rechts motivierte Gewalttaten“, ergänzt Vereinskollegin Dr.in Claudia Czycholl.

Anmeldung und organisatorische Hinweise
Die Teilnahme an fast allen Angeboten ist kostenfrei. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, daher wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten. Bitte beachten Sie auch den Anmeldeschluss bei einigen Veranstaltungen. Für alle Präsenz-Veranstaltungen gelten die aktuellen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zum Infektionsschutz vor COVID-19.
Das vollständige Programm finden Sie im Anhang sowie online.

Die Aktionswochen werden von der Partnerschaft für Demokratie Bremen im Rahmen des Bundesprojekts Demokratie leben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Programm Aktionswochen gegen Diskriminierung 2021