Sarah Hillebrecht erhält die Helsinki Artist Residency 2021

Die Helsinki Artist Residency 2021 geht an Sarah Hillebrecht. Auch in diesem Jahr lag der Jury eine große Anzahl vielfältiger, anregender Projektideen vor. In einem zweistufigen Verfahren mit einer Vorauswahl von drei Kandidat*innen in Bremen und der finalen Auswahl in Helsinki hat sich die Jury für Hillebrecht entschieden. Von Anfang September bis Ende November 2021 wird sie im Rahmen des Helsinki International Artist Programme (HIAP) in Helsinki wohnen und arbeiten.

Das Stipendium, das in diesem Jahr zum dritten Mal realisiert werden kann, wird vom Senator für Kultur Bremen finanziert und gefördert und soll Bremer Künstler*innen eine Plattform geben, um sich frei auszuprobieren und sich zu vernetzen. Neben der finanziellen Unterstützung fördert das Residenzprogramm den Austausch und neue Ansätze für die Produktion künstlerischer Arbeiten. Die internationale Partnerinstitution HIAP gewährt Zeit und Raum für ein offenes Forschen und Experimentieren. Sie unterstützt die Künstler*innen vor Ort darin, Kontakt zu lokalen Kunstschaffenden und Organisationen herzustellen.
Die diesjährige Bremer Jury setzte sich aus Dr. Arie Hartog (Gerhard-Marcks-Haus), Stefanie Kleefeld (Kunstverein Bremerhaven), Nadja Quante (Künstlerhaus Bremen) und Doris Weinberger (BBK Bremen) zusammen.

Sarah Hillebrechts Leidenschaft ist die Bildhauerei. Im Sinne einer post-konzeptuellen Kunst, die die Funktion erfüllt, Wirklichkeit zu konstruieren und sie auszudrücken, gelangt die Skulptur in der zeitgenössischen Kunst zu einer neuen Berechtigung und Bedeutung. Sie ist für Hillebrecht das Medium, um kulturelle Dynamik, die gesellschaftliche und politische Identitäten formt, zu erforschen.
Nach ihrer mit Auszeichnung absolvierten Ausbildung an der staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauerei in Bischofsheim an der Rhön schloss sie ein Studium des integrierten Designs (Diplom, 2005) an der Hochschule für Künste Bremen ab. Hillebrecht lebt und arbeitet in Bremen. Bisher hat sie sieben Einzelausstellungen realisiert und war an verschiedenen Gruppenausstellungen, Künstlerinnenresidenzen und Symposien sowohl in Deutschland als auch international (Dänemark, Holland, Finnland, Russland, Schweiz, Taiwan, Australien, Norwegen, Frankreich, Türkei) beteiligt. In Helsinki möchte Hillebrecht die finnische Bildhauerkunst erforschen und in einer Arbeit einen „dreidimensionalen kulturellen Dialog“ entwickeln.

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