Das Krankenhaus-Museum öffnet wieder/Verlängerung der Sonderausstellung „Gesichter und Geschichten“

Das Krankenhaus-Museum öffnet am kommenden Mittwoch, den 13. Mai wieder die Türen für Besucherinnen und Besucher. Von mittwochs bis sonntags sind dann wieder alle Ausstellungen wie gewöhnlich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Ganz wie gewöhnlich läuft es dabei aber natürlich nicht. Die Museumsaufsicht achtet darauf, dass jederzeit wie in den Läden genügend Abstand zwischen den Besucher besteht und alle Schutzmasken tragen. Das Haus im Park bleibt bis auf Weiteres für öffentliche Veranstaltungen geschlossen.

Über die aktuelle Entwicklung der geplanten Veranstaltungen halten wir Sie/Euch auch auf unserer Homepage auf dem Laufenden.

Pünktlich zum Neustart bietet das Krankenhaus-Museum seinen Besuchern auch die gerade erschienene Broschüre „Zurück ins Leben. Psychiatrie, Reform, Kunst und Gesellschaft“ über 30 Jahre Psychiatriereform in Bremen an. Informative Texte über die Auflösung der Langzeitpsychiatrie Kloster Blankenburg wechseln mit Kommentaren von Zeitzeugen und zum Teil noch nie veröffentlichten Fotos aus dem Anstaltsleben. Die Broschüre endet mit zwei Porträts des Fotografen Rafael Heygster und zwei Reportagen des Journalisten Manuel Stark. Beide zeigen zurzeit in der Galerie die Sonderausstellung „Gesichter und Geschichten“, die aufgrund der Pandemie nun bis zum 5. Juli verlängert ist. Beide hatten sich aufgemacht, um nach Menschen zu suchen. Nach Menschen, die vor drei Jahrzehnten die Langzeitpsychiatrie „Kloster Blankenburg“ verließen, um in Bremen ein neues Leben zu beginnen.

Die Fotografien und Texte kreisen um die Fragen, wie es den ehemaligen Blankenburgern heute geht und wie ihr Alltag aussieht. Zusammen mit Filmen, Malerei, Zeichnungen und Dokumenten zu 30 Jahren Psychiatriereform aus dem Archiv des Krankenhaus-Museums ist daraus die gegenwärtige Ausstellung entstanden. Die ständige Psychiatrieausstellung „Vom Narrenkäfig zur Nervenklinik“ kann zwar wieder besucht werden, doch als besonderer Service wird das Museum jetzt auch virtuell aktiv. Zum Beispiel zum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 17. Mai. Unter dem Motto „Museen entdecken“ erzählen Kuratoren und Vermittler aus dem Krankenhaus-Museum in 15 Minuten spannende Geschichten aus der Psychiatriegeschichte. Dabei geht es um „Schwarze Pädagogik, Schwarze Schafe, eine dunkle Vergangenheit und hoffnungsvolle Lichtblicke.“ Zu entdecken sind die Museumsgeschichten auf www.museumstag.de, auf Facebook oder Youtube. #MuseenEntdecken.

Wir freuen uns, wenn Sie mal reinschauen!

Ihr Team der KulturAmbulanz