NÄHE in Zeiten von Distanz

Ein Briefaustausch zwischen Betty Kolodzy und Bremer*innen
in Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor

Wie schafft man Nähe bei einem Abstand von 1,50 bis 2 Metern und Besuchsverbot? Sind Kurznachrichten oder Skype die Antwort auf Social Distancing? Oder könnte man, in dieser Zeit des gefühlten Stillstands, nicht gleich auf eine aus heutiger Sicht antiquierte Form der Kommunikation zurückgreifen: auf den Briefwechsel, der durch seine entschleunigte Geschwindigkeit wie das Pendant zum gedämmten Geräuschpegel aktueller Städte erscheint?
Als bekennende Nicht-WhatsApp-Userin wagt sich die Bremer Schriftstellerin Betty Kolodzy in dieses Experiment und freut sich ab sofort über Ihre handgeschriebene oder getippte Post zum Thema „Nähe“, die sie sehr gerne beantworten wird.

Bitte senden Sie ab heute und in den kommenden Wochen Ihre Texte, Postkarten, Gedichte, Kurzgeschichten, Miniaturen oder klassischen Briefe an folgende Adresse: Bremer Literaturkontor, Goetheplatz 4, 28203 Bremen Stichwort: Projekt „Nähe“

Nicht vergessen! Denken Sie als Absender auch daran, Ihre eigene Adresse anzugeben, wenn Sie wollen, dass Betty Kolodzy Ihnen antwortet. Ihre Adresse wird  selbstverständlich vertraulich und dem Datenschutzgesetz entsprechend behandelt.

Informationen zur Autorin
Betty Kolodzy lebt als freie Autorin in Bremen. Zusammen mit dem Tänzer und Choreografen Tomas Bünger inszenierte sie ihren Erzählband „Istanbul Walking“ im Theater Bremen. Für ihren Roman „Lux und Leben“ erhielt sie das Bremer Autorenstipendium (2013), ein Jahr später den Wiener Werkstattpreis und das
Residenzstipendium des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede für den Roman „Im Sommer kommen die Fliegen“. Darüber hinaus lehrt sie Kreatives Schreiben an Universitäten, Schulen und in Übergangswohnheimen. 2016 initiierte sie das Projekt „Heimat: Sprache für Menschen mit Fluchthintergrund“. 2019 erhielt sie für „Heimat: Sprache für geflüchtete Frauen“ den ersten Bremer Frauenkulturförderpreis des Senators für Kultur.