Feministischer Themenschwerpunkt ›Unverschämt‹ in der Schwankhalle

Sie sind unverschämt, laut, nervig und mutig. Und dabei auch noch solidarisch, sexy und schlau. Von Mitte Februar bis Anfang April regieren in der Schwankhalle die Frauen*. Sie holen sich die Macht über ihre Körper zurück und erzählen ihre eigenen Geschichten – zum Beispiel über das Alter(n), über Sex, Essen und Arbeit.

Den Auftakt des Themenschwerpunkts macht die Premiere von *Franziska Mencz‘ und Brigitte Berteles* erster gemeinsamer Theaterarbeit *›R-AGE‹* (14. – 16.2.). Die Schauspielerin Mencz und die TV- und Theaterregisseurin Bertele fragen, warum Frauen im Alter häufig unsichtbar zu werden scheinen und suchen nach neuen Narrativen und Alterskonzepten jenseits sexistischer Klischees.

Das schweizer Kollektiv Les Reines Prochaines steht indes seit 30 Jahren gemeinsam auf der Bühne. In ihrer diskursiven Revue ›Let’s Sing, Arbeiterin!‹ (20. – 22.2.) bleiben sie ihrem künstlerischen Konzept des professionellen Dilettantismus treu und performen Arbeiterinnenlieder von der Analysendisco bis zum militanten Schlager.

Die queerfeministische Künsterinnengruppe Henrike Iglesias kehrt mit gleich zwei Arbeiten in die Schwankhalle zurück: In ›Oh My‹ (13. + 14.3.) experimentieren sie mit Pornografie als Strategie der Ermächtigung und werfen Scham, Schuldgefühle und Schweigen gegenüber der weiblichen* Sexualität energisch über Bord. In ›Fressen‹ (19. + 20.3.), einer eskalierenden Live-Kochshow, nehmen sich Henrike Iglesias die sexistischen Klischees über Essen vor, die Frauen schon viel zu lange den Appetit verderben.

Ab dem 18.2. startet eine zweite Runde der 2019 im Kulturzentrum Kukoon begonnenen Gesprächsreihe ›Let’s talk about Sex‹ in der Schwankhalle und bietet Menschen aller Altersgruppen und sexueller Identitäten Gelegenheit, in einem geschützten Rahmen über Sexualität zu sprechen. Und beim Feminist Porn Watching (14.3.) vermittelt Lexi Venus vom Freudenfluss Kollektiv Einblicke in die Prinzipien und Errungenschaften der feministischen Pornografie.

Zum Abschluss kommt die Berliner Rapperin Ebow am 2.4. mit ihrem aktuellen Album ›K4L‹ (Kanak 4 Life) erstmals nach Bremen und präsentiert provokante und politische Tracks zwischen Battlerap und R’n’B.

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