Pressemitteilung: Eröffnung der Spielzeit 2019/20 in der Schwankhalle

Bremen, 20. August 2019

Pressemitteilung zur Eröffnung der Spielzeit 2019/20

Zum Start der neuen Spielzeit setzt die Schwankhalle mit dem Themenschwerpunkt ›(K)eine Frage der Perspektive‹ ein Statement gegen Rassismus und Diskriminierung. Das umfangreiche Programm aus Performances, Konzerten, Installationen und Diskursveranstaltungen macht die Bühne frei für das Empowerment von Menschen mit Diskriminierungserfahrung, kritische Befragungen der eigenen Privilegien und einen Blick in die deutsche Geschichte. Den Auftakt dazu richtet der gambisch-deutsche Kulturverein mit den Gambia-Kulturtagen aus. Am 30. und 31. August sind Bremer*innen aus aller Welt eingeladen, die gambische Kultur besser kennenzulernen: mit Musik, Vorträgen und Erfahrungsberichten von Geflüchteten, Workshops, Kulinarischem und einem exklusiven Europa-Konzert des gambischen Rap-Shooting-Stars ST Da GambianDream.

Ein Highlight des Themenschwerpunkts ist die interaktive Performance ›Böse Häuser‹ des Berliner Künstler*innenkollektivs Turbo Pascal (5. + 6. September). Der Abend ist eine Übung in Gedankengymnastik, bei der sich alles um die verführerische Kraft von Ideologien dreht. Am 7. September sitzt Turbo Pascal-Mitbegründer Frank Oberhäußer mit auf dem Podium, wenn Vertreter*innen der bundesweiten Kulturszene die Genese und Strategien des ›Kulturkampf von Rechts‹ und seine Auswirkungen für Kulturschaffende diskutieren.

Parallel zu beiden Veranstaltungen kann vom 30. August bis 7. September täglich die Installation ›Stricken‹ besucht werden, für die die Berliner Künstlerin Magda Korsinsky afrodeutsche Frauen über das Verhältnis zu ihren deutschen Großmüttern interviewte. Die Inspiration für die Arbeit lieferte Jennifer Teeges Buch ›Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen‹. Teege fand mit 38 Jahren heraus, dass sie die Enkelin des KZ-Kommandanten Amon Göth ist.

Das weitere Programm der Spielzeit 2019/20 ist gewohnt facettenreich: Premieren von Bremer Künstler*innen wie Tina Havers, Apokalyptische Tänzer*innen und Michael Rettig werden von zahlreichen Gastspielen flankiert, unter anderem von den Künstler*innenkollektiven Les Reines Prochaines (›Let’s sing, Arbeiterin!‹, Februar 2020) und Henrike Iglesias (›Fressen‹, März 2020), die mit ihren humorvollen, feministischen Handschriften Höhepunkte des Frühjahrs sind. Die Schwankhalle bleibt auch weiterhin nicht nur Aufführungs- sondern auch Produktionsstätte für Künstler*innen. Im Rahmen von Residenzen arbeiten unter anderem das Hildesheimer Performancekollektiv Markus&Markus, und die Berliner Künstlerin Eva Meyer-Keller in Bremen an neuen Projekten.

Detaillierte Informationen zum Programm finden unter www.schwankhalle.de <http://www.schwankhalle.de/>

Bildmaterial können Sie unter www.schwankhalle.de/presse <http://www.schwankhalle.de/presse> herunterladen. sch wa nk hal le Buntentorsteinweg 112 D-28201 Bremen TEL +49 421 520 80 740 FAX +49 421 520 80 715 schwankhalle.de <https://schwankhalle.de/>outnow.de <https://outnowbremen.de/>Drucken Sie diese Email bitte nur aus, wenn es wirklich notwendig ist. Save trees: Print only when necessary