Running with subcultures is running with loosers. Wem gehört die Stadt – nicht?

Zucker e.V. ist vom 15. bis 23.01 in thealits Arbeitszimmer vor dem Steintor 133, Bremen mit einem mehrteiligen Programm zu Gast. und zeigt:

Running with subcultures is running with loosers. Wem gehört die Stadt – nicht? 

Es geht um:

Clubsterben. Recht auf Stadt. Kampf um Freiraum.
Warum die Absagen der privaten Immobilienbesitzer*innen, der Widerstand wirtschftlicher Lobbyvereinigung und der Handelskammer, der Widerstand aus Politik, Verwaltung und stadteigener GmbH? Wie wirkt die neue Rechte mit ein?
2723 Tage Suche nach Räumen für ein neues Clubprojekt liefern Antworten.
Samples des Wahnsinns trifft dokumentierte Solidarität.

Rauminstallation, Diskussion und Interventionen betreffen ein ernstes Spiel in einer Zone zwischen Aus- und Einschlüssen, Kultur und Subculture.  Hinwollen, Wohlwollen, Hinhalten, auch darum geht es bei der Zucker-Sache. Um Geduld und Ungeduld und was das mit Macht-haben und Ermächtigung zu tun haben könnte. Was war?

Nach der Schließung des Zucker Clubs 2012 widmet sich der Verein Zuckerwerk an wechselnden Orten elektronischer Musik, Videokunst, Lichtdesign, Malerei, Illustration und Fotografie. „Gemeinsamer Grundsatz ist das soziale und solidarische Miteinander, eine unkommerzielle Ausrichtung allen Schaffens und die aktive Ablehnung jeglicher Form von Rassismus, Sexismus, Homophobie oder irgendeiner Form von Diskriminierung.“ http://zucker-club.de/

Auch Demos, Flashmobs und Kundgebungen sind seitdem Zucker-Tradition, um den Bedarf nach einem neuen festen Ort mitzuteilen und gleichzeitig auf die „Missstände im Umgang mit nicht-profitorientierten Projekten aufmerksam zu machen,“ wie die Webseite feststellt. Dies wird Thema der Ausstellung in thealits Arbeitszimmer sein, ebenso wie die Geschichte bisheriger Bemühungen, einen neuen Standort zu sichern. Dass seit Schließung des Clubs über 60 Immobilien im Bremer Stadtgebiet von den Zuckers besichtigt wurden, ohne Verträge bekommen zu können, ist Teil davon, ebenso wie der Wendepunkt vor einigen Jahren, als dem Zuckerwerk-Verein der Kauf eines Hochbunkers in der Bremer Überseestadt angeboten wurde. „Die komplette Finanzierung steht seit Mitte 2017, die Unterstützung vieler, vieler Menschen aus dem Netzwerk und darüber hinaus, von Stiftungen, von Akteur*innen der Bremer Politik ist überwältigend! Trotzdem ist der Weg zum Bunkerkauf und zur (Um-)Baugenehmigung äußerst holprig,“   Was ist da also los? Und bei anderen Initiativen? Thealit lädt solidarisch in seine winzige Örtlichkeit im Viertel ein.

Dienstag, 15. Januar um 18:00  Eröffnung,
anschließend ab 19:00 findet ein öffentliches Laiengespräch mit Vertreter*innen der Ölhafen-Initiative und den Irgendwo/Anderswo-Kollektiven rund um das Thema Raumsuche von subkulturellen Projekten in Bremen statt.

Des Weiteren:

Freitag, 18. Januar 18:00-23:00 Barabend

Samstag, 19. Januar 18:00-23:00 Intervention: Bass the city

geöffnet täglich! 15:00-18:00 (16.-23. Januar, außer So 20. Januar)

jeweils zuvor: 13:00-15:00 Audioloop unheard hb-music