SCHREIBEN ÜBER TANZ

Am 5. Dezember 2018 macht sich das Team von tanzbar_bremen zusammen mit Fachleuten aus Kunst und Kultur, Journalist_innen und wortinteressierten Menschen auf die Suche nach neuen Formen des Schreibens über Künstler_innen mit Behinderung im Tanz, den Darstellenden Künsten und anderen gesellschaftlichen Kontexten. Bewusstsein schaffen, Stolpersteine erkennen und benennen, Qualitäten erfassen und das Formulieren von Betrachtung, Meinung und Kritik stehen im Mittelpunkt eines Workshops und der anschließenden Diskussionsrunde. Hierzu laden wir Sie herzlich ein! ÜBER KÜNSTLER_INNEN MIT BEHINDERUNG BERICHTEN Workshop für Journalist_innen mit Judyta Smykowski, Leidmedien.de Menschen mit Behinderung werden in den Medien häufig noch immer als Opfer dargestellt, die entweder an Einschränkungen „leiden“ oder als Held_innen, die „tapfer ihr Schicksal meistern“. Auch wenn es um Kunstschaffende mit Behinderung geht, steht noch viel zu oft statt der künstlerischen Arbeit die Beeinträchtigung im Vordergrund.

Judyta Smykowski vom Portal Leidmedien.de erläutert anhand von Beispielen aus den Medien, wie Berichterstattung auf Augenhöhe gelingen kann. Leidmedien.de ist ein Projekt des Berliner Vereins Sozialhelden e.V., das mit seinem Team aus Medienschaffenden mit und ohne Behinderung Redaktionen berät. Die Mitarbeiter_innen, unter ihnen Ideengeber Raúl Krauthausen, betreiben Medienkritik, und tauschen sich mit betroffenen Expert_innen aus. In Workshops zeigen sie Formulierungsalternativen und Perspektivwechsel in der Berichterstattung auf. Leidmedien.de ist ein Projekt in Kooperation mit der Aktion Mensch. Judyta Smykowski, geboren 1989 in Hamburg, studierte Online- und Kulturjournalismus in Darmstadt und Berlin, arbeitet als Texterin und Referentin beim Berliner Sozialhelden e.V. und als freie Redakteurin bei der taz. In ihrer Kolumne schreibt sie über das Leben mit Rollstuhl und den Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen.

Mittwoch, 5. Dezember von 10:00 bis 13:00 Uhr Ort: Schwankhalle Bremen, Buntentorsteinweg 112/116, 28201 Bremen Die Veranstaltung ist kostenfrei Anmeldung erforderlich unter infos@tanzbarbremen.de<mailto:infos@tanzbarbremen.de> oder 0421-514 29 745

Bei Bedarf werden von tanzbar_bremen Teilnahmebescheinigungen ausgestellt.

EINGELADEN ZUM GESPRÄCH: WORTE PRÄGEN DAS BEWUSSTSEIN

Diskussionsrunde

Tanz ist eine sinnlich erlebbare Kunstform, flüchtig, oft assoziativ und kaum narrativ. Aber auch dieses flüchtige Format wird mit Worten beschrieben: für Ankündigungen, in Rezensionen, in Kritiken. Oftmals bestimmen dann die Worte mehr als das Erlebte den gesellschaftlichen Kontext, in dem diese Kunst steht. Dies gilt insbesondere für inklusiven Tanz. Die Frage, mit der wir uns beschäftigen wollen, lautet: Wie können wir einen wertfreien Sprachgebrauch üben und etablieren, um die jeweiligen Kunstformen und ihre Inhalte in den Vordergrund des Reflektierens zu stellen? Wir haben verschiedene Menschen eingeladen, für die Worte und ihre Wirkung ein großer Teil ihres Berufs sind. Mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Standpunkten wollen wir eine Tür öffnen, sich neugieriger, bewusster und selbstkritischer mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort auseinanderzusetzen. Moderation: Henning Bleyl Teilnehmende: Benedikt Heche, Leiter Kommunikation im Martinsclub Bremen Astrid Kaminski, freie Journalistin und Publizistin, Berlin Judyta Smykowski, Referentin Leidmedien.de, Berlin Noa Winter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Masterstudium Dramaturgie in Frankfurt, Forschungsschwerpunkte: inklusive und queere Theaterformen

Mittwoch, 5. Dezember von 14:00 bis 16:00 Uhr Ort: Schwankhalle Bremen, Buntentorsteinweg 112/116, 28201 Bremen Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstalter: tanzbar_bremen in Kooperation mit steptext dance project, im Rahmen von „eigenARTig – Tanz für Alle“. Gefördert von Aktion Mensch.