FLUT – FreiLuftUTopien auf der Breminale 2018

FLUT ist ein Label des Kulturzentrum Lagerhaus und bietet mit internationalen Akteuren, Bremer Bands und Newcomern ein wechselndes Programm aus Indie-Rock, HipHop, Funk, Soul, Punk, Afro-Jazz, Songs, Metal, World und Beat. Neu ist die Strandbühne LiLuBa in Kooperation mit Lemonaid auf den FLUT-Wiesen mit einem Programm für Kinder und später mit Musik, Performance, Film und Party. FLUT wird präsentiert von Cosmo, Tower, Lila Eule und unterstützt vom Senator für Kultur und den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt. Das Programm moderiert Carolina Quesada.

Mittwoch, 25.7.

Clubrauschen

Drei Clubs und Musikspielstätten haben sich zusammen gefunden, um unter dem Namen Clubrauschen auf der Breminale ihr Programm zu präsentieren. Der Tower Musikclub, Bremens erste Adresse des Indie-Rocks, stellt Me + Marie vor. Die Lila Eule präsentiert mit den Ruffcats einen Funk-Soul-HipHop Leckerbissen und das Kulturzentrum Lagerhaus hat das internationale HipHop-Funk Projekt Lucille Crew im Programm.

Double Purpose“ heißt das im August erscheinende dritte Album von Me + Marie. Es verbindet erst Lethargie und Ekstase und dann Grunge und Italo-Western. Dieser Plan klingt unmöglich, aber Me + Marie gelingt der Spagat ohne großes Klimbim: Schwere Gitarren und flockige Drums, düstere Themen und hymnische Melodien, poppige Hooks und cineastische Passagen. Nach längerer Schaffenspause und der Trennung von ihrem Partner Flo Mega sind die Ruffcats Anfang 2018 wieder zusammen gekommen und machen das, weswegen sie so geliebt werden: Psychedelische Soulmusik, heavy Funkbreaks und organische, live gespielte Hip Hop Beats. Die Lucille Crew ist ein internationales Groove-Kollektiv aus Israel, das HipHop, Soul und Funk verbindet. Seit 2014 ist die Crew kontinuierlich auf Tour, begeisterte auf zahlreichen Festivals in Russland, Frankreich, England und auch hierzulande auf der Fusion und dem Reeperbahn Festival.

Donnerstag, 26.7.

Davin Heat wuchs in der norddeutschen Tiefebene auf, mit dem einzigen Ausblick eines wechselnden Horizonts über dem Moor. Seine Familie waren eine Horde Musiker, Trucker und gebrochener Herzen, die im Sommer am Lagerfeuer saßen. Davin lernte Gitarre und entwickelt in seinen Songs eine eigene Sicht der Dinge. Nubiyan Twist aus England sind Musiker_innen, Produzent_innen und DJs, und fusionieren spielerisch Rhythmen aus den verschiedensten Teilen der Welt mit Jazz-Improvisationen und der Soundsystem-Kultur. Ihre Herzen schlagen für Jazz, Hip Hop, Afrobeat, Soul, Latin, Reggae und Dancemusic. Deutlich heraushören kann man Einflüsse wie Fela Kuti, King Tubby, J Dilla and Herbie Hancock. Ganz besonders freuen wir uns auf die am miesesten gelaunte Rockband (Image ist alles). Die Nerven haben mit ihrem neuen Album einen Kracher produziert, der seinesgleichen sucht. „Fake“ entstand in Proberäumen, Studios und auf Theaterbühnen in Stuttgart, Leipzig und Berlin. Das Album hat dem Trio alles abverlangt und die Band freut sich ungemein, es nun endlich auf das Publikum loszulassen.

Freitag, 27.7.

Sind Oidorno eine begabte Band? Nein! Aber wenigstens geben sie sich Mühe und versuchen, aus jedem Konzert das Beste herauszuholen? Auch nein! Trotzdem begeisterten sie mit ihren nachdenklichen Texten („Halt die Fresse, ich will saufen“) und musikalischer Vielseitigkeit (drei Akkorde). Als nächstes spielt ein Bremer Wall of Sound Schwergewicht: Stun vereinen ein dichtes Gemisch aus Noise-Anleihen mit klassischem Indie-Rock, Laut-Leise Postcore Elementen und sogar ein wenig Grunge. Es folgen die drei Geschwister Blond. Das junge Trio präsentiert eine variationsreiche Mischung aus Indie, Pop und Las Vegas Glamour. Blond, das ist der verbeulte Kaugummi-Automat, die misshandelte Barbie Puppe, ist das Aufstoßen nach dem Genuss eines grellfarbenen Energydrinks. Dÿse ist ein Duo mit geballter Energie. Nach diversen Theaterproduktionen und weltweiten Gigs mit ihrem letzten Longplayer „Das Nation“ kommen sie nun mit ihrer neuen EP „Bonzengulasch“ im Gepäck. Es darf ein Brett aus Noise, Rock und Metal erwartet werden.

Samstag, 28.7.

Shekib Mosadeq, afghanischer Sänger, Songwriter und Schauspieler verließ 2010 zusammen mit seiner Frau und seiner dreijährigen Tochter Afghanistan, überquerte Länder, Berge und Meere, bis er 2011 in Deutschland ankam und hier Asyl beantragte. Als in Europa die Flüchtlingskrise begann, entstand Shekibs aktuelles Album “Aylan”, in dem er über Migration spricht. Luk&Fil sind Loki und Knowsum oder auch Negroman und Nepumuk. Geboren und aufgewachsen in den mean streets von Mainz sind die beiden gewissermaßen Seelenverwandte seit der ersten Klasse. Zusammen funktionieren sie Zen-artig, telekinetisch und beinahe ohne Worte. Die vier Jungs von Rikas spielen eine wilde Mischung aus kalifornischer Strandmusik, britischer Beatmusik und New Yorker Rock & Jangle Pop. Trotz des jungen Alters sind sie mit ihren Songs schon weit gereist und haben die Straßen Europas mit ihren lässigen Rhythmen und Harmonien zum Tanzen gebracht. Der Singer-Songwriter L.A. Salami alias Lookman Adekunle Salami aus London hat sich mit seinem folk-poppigen Blues-Rock in unzähligen Auftritten eine feste Fanbase erspielt. Einem breiteren Publikum wurde er auf einer Tour mit Lianne Le Havas vorgestellt. Mittlerweile ist auch sein neues Album „The City of Bootmakers““ erschienen, das er jetzt gemeinsam mit seiner Band vorstellt.

Sonntag, 29.7.

Newcomer on Stage

Der Nachwuchstag auf der FLUT-Bühne präsentiert in diesem Jahr Teilnehmer_innen des Schulrock Festivals. Hero Generation ist eine sechsköpfige Mädchenband, die eigentlich Coversongs spielt, nun aber eigene Songs komponiert. Hard Times Don’t Last haben in diesem Jahr gewonnen. Mit ihrem Metal-, Post-Hardcore-Sound hinterließen sie schon auf einigen Auftritten ein restlos überzeugtes Publikum. Die Gruppe Patchnoise ist auf dem letztjährigen Bandcamp des JZ Friese entstanden. In der kurzen Zeit haben sie bereits viele Songs eingespielt. Die jungen Musiker sind im Alter von 13-14 Jahren. Friday ist die Rockband des Gymnasiums Syke. Die Gruppe hat die typische Rockbandbesetzung und ihren Schwerpunkt auf Alternative Rock gelegt. Es finden sich aber auch einzelne Balladen im Repertoire. The Blue Lights sind zwischen 11 und 13 Jahren alt und kommen aus Wildeshausen oder umzu. Sie haben im letzten Jahr gleich mal bei „The Voice Kids“ auf SAT 1 abgeräumt. Sleepy T gibt es seit einem Jahr. Der Name ist entstanden, als Sängerin Tabea während einer Probe einmal eingeschlafen ist. Zum Abschluss des Abends spielen Lehmanns Brothers. Sie waren auf der Bühne mit Maceo Parker, Fred Wesley und dem Wutang Clan, spielten auf dem Montreux Jazz Festival und in diesem Jahr auf dem Sziget in Ungarn. Soundmäßig sind sie im Jazz, Funk der Siebziger, etwas HipHop, Neo Soul mit einer Prise House einzuorden.