25 Jahre Kulturwerkstatt westend

Weder alt noch ehrwürdig: die Kulturwerkstatt westend feiert ihr 25jähriges Bestehen. Eine Kulturwerkstatt für ArbeitnehmerInnen – so etwas hatte es bis zur Gründung des westend nicht gegeben – und so etwas gibt es auch heute anderen Ortes noch nicht. Das Haus war von Beginn an selbst ein Projekt – und sollte sich zum „Haus der Projekte“ entwickeln. Heute – viele Projekte später, ist das westend ein lebendiges Haus, in dem kulturell und künstlerisch interessierte Menschen in Werkstätten, Workshops, Kursen und natürlich Projekten von der Steinbildhauerei bis zum Theater, von der Musik bis zum Kabarett vielfältige Möglichkeiten finden, unter professioneller Anleitung in dem, was sie gerne tun, weiter zu kommen, besser zu werden oder gar ihre Grenzen auszuloten. Selber etwas tun statt bloß zu konsumieren – dazu wollten und wollen wir anregen. Das westend war und ist schwerpunktmäßig immer noch eine Stätte der künstlerischen und kulturellen Produktion mit Ausstrahlung in den Bremer Westen, aber auch darüber hinaus.

Projekte und Werkstätten sind sozusagen das „Kerngeschäft“ des Hauses. Wobei die Projekte unterschiedliche profilierende Schwerpunkte haben: Im Musikbereich hat Peter Dahm eine internationale, interkulturelle Ausrichtung: sein Transition-Projekt läuft im regen Austausch mit unserer Partnerstadt Izmir – und feiert im nächsten Jahr selbst sein 10jähriges Jubiläum.

Astrid Müllers westendTHEATER, das in der Speicherbühne angesiedelt ist, widmet sich gesellschaftspolitischen Aktualitäten, ebenso wie das westendKABARETT.

Der Fotograf Ilker Maga versucht, „nicht alltäglichen Alltagsthemen“ wie „Glück“. „Macht“, „Beruf“ philosophische Tiefe zu geben und Rainer Weber siedelt seine bildkünstlerischen Kooperations-Projekte gerne im Stadtteil an, zuletzt auf der Wiese vor dem Haus den ganz speziellen Minigolfplatz und die in Kooperation mit dem Blaumeier-Atelier entstandene Skulpturenausstellung.

Nichtsdestotrotz hat sich über die Jahre auch ein kleines, aber sehr spezielles und erfolgreiches Veranstaltungsangebot entwickelt, das in Formaten wie der Musikreihe „new&used“ und der literarische Reihe „capriccioso“ ein ganz eigenes Profil gewonnen hat. Durch die Kooperation mit der Universität Bremen sind
„junge“ Formate wie die Kurzfilmreihe „Short-O-Rama“ hinzugekommen. Stichwort Kooperation: auch die gehört zum westend und manifestiert sich in etlichen gemeinsamen Projekten mit Schulen oder – im Falle der Europa-Projekte – mit anderen Institutionen.

Und nicht zu vergessen die regelmäßigen Ausstellungen und vor allem das westendRADIO, das Windy Jacob zu einem kleinen „Juwel“ im Angebot des Hauses gemacht hat.

Vielen heute bekannten Kulturschaffenden hat das westend einen Einstieg in ihre berufliche Laufbahn geboten, sei es als MitarbeiterInnen oder durch die Teilnahme an einer der diversen Nutzergruppen, denen das westend seine Infrastruktur seit nunmehr 25 Jahren zur Verfügung stellt.

Die Aussichten auf eine erfolgreiche Fortsetzung des bisherigen Weges sind mit dem nun anstehenden Wechsel in der Geschäftsführung – der bisherige Geschäftsführer Stylianos Eleftherakis geht mit dem Jubiläum in den Ruhestand – gewiss nicht schlechter geworden. Corinna Schrötter als Betriebsleiterin und Peter Dahm als Künstlerischer Leiter werden dem Projekt „Kulturwerkstatt westend“ in den nächsten Jahren mit Innovationsgeist und Kreativität den Weg weisen.

westend
KULTUR. WERKSTATT.
Waller Heerstraße 294
28219 Bremen

www.kultur-bildet.de