Denkwerkstatt „Wer ist Nobody? Perpektiven kultureller Bildung voller Erfolg

Im Juni 2017 lud die AG Kulturelle Bildung zu einer Denkwerkstatt mit dem Titel
‚Wer ist nobody? Perspektiven kultureller Bildung – Förderstrukturen im Vergleich‘ ein.

In der soziokulturellen Projektarbeit hat sich mit der kulturellen Bildung eine neue eigene Kulturform entwickelt, die wesentliche Merkmale unserer Gesellschaft (posttraditional/globalisierend) widerspiegelt.
Diese Kulturform hat auf die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen reagiert. Aber wie ein „nobody“ existiert sie, ohne sich in der organisatorischen und damit auch nicht in der Förderstruktur wiederzufinden.
Wesentliches Merkmal der bisherigen Struktur ist die Vereinzelung gesellschaftsrelevanter Themen, die sich z.B. in der Struktur der Ressorts abbildet.
Neue Herausforderungen erfordern aber unbedingt eine ganzheitliche Sichtweise und ebensolche Lösungen.

Werner Frömming, Referatsleitung Kulturprojekte der Behörde für Kultur und Medien, Hamburg

Die Referent*innen der Denkwerkstatt Dr. Angelika Tischer, bis Januar 2017 Leiterin der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin (entwickelte maßgeblich ‚Kulturelle Bildung – ein Rahmenkonzept für Berlin!‘ in dem eine Ressorts übergreifende AG entscheidet, wie Gelder für Projekte der Kulturellen Bildung vergeben werden), Werner Frömming, Referatsleitung Kulturprojekte der Behörde für Kultur und Medien, Hamburg (Mitarbeit am Hamburger Rahmenkonzept Kinder- und Jugendkultur) und Stephan Uhlig (Leitung Haus im Park/KulturAmbulanz) gaben uns viele Informationen darüber, wie und welche Veränderungen auf politischer und Behördenebene nötig waren, um die Verteilung von Geldern für Kulturelle Bildung in Berlin und Hamburg zu verändern.

Dr. Angelika Tischer, bis Januar 2017 Leiterin der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin und Stephan Uhlig, Leitung Haus im Park/Kulturambulanz

Es entwickelten sich neue Ideen und eine weiterführende Diskussionen darüber, wie wir unser Vorhaben, die Vergabestrukturen von Geldern für den Bereich Kulturelle Bildung in Bremen zu verändern, voranbringen könnten. Aber es wurde auch sehr deutlich, dass wir dieses Ziel nur gemeinsam mit der Politik erreichen werden.

Die Denkwerkstatt war ein voller Erfolg und ein Treffen mit Miriam Strunge und Stephanie Möller von der Linken hat als erstes Resultat bereits stattgefunden.
Der nächste Schritt wird nun sein, uns mit den Politiker*innen dieser Stadt auszutauschen, um Ziel und Aufgabe der kulturellen Bildung in unserer sich rasch verändernden Gesellschaft zu bestimmen und für diesen Zweck, eine sinnvolle und ressortübergreifende Förderstruktur für Bremen zu (er)finden.

Jana Schenk
AG Kulturelle Bildung | Stadtkultur Bremen
kb@stadtkulturbremen.de