Bremer Schulhausroman ist Preisträger im bundesweiten BKJ-Wettbewerb

Vielfältige Bildungspartnerschaften gewinnen – Jurys des MIXED UP Wettbewerbs haben entschieden

Die Gewinner des 12. MIXED UP Wettbewerbs für gelungene Kooperationen zwischen Kultur und Schule präsentieren zukunftsweisende Modelle für eine umfassende Bildung in gemeinsamer Verantwortung von schulischen und außerschulischen Akteuren.

Remscheid, 27. September 2016. Grundschulkinder entwickeln in Eigenregie einen Audioguide für das Leipziger Schumann-Haus. Bremer Gesamtschüler/innen schreiben mit der Unterstützung etablierter Autor/innen einen eigenen Roman. Schüler/innen einer internationalen Förderklasse und Dortmunder Realschüler/innen lernen bei gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten einander und auch ihre (neue) Heimat kennen. Frankfurter Grundschüler/innen entdecken in einer spartenübergreifenden künstlerischen Auseinandersetzung ihren Stadtteil.
Diese und weitere modellhafte Konzepte zeichnen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) in diesem Jahr mit MIXED UP Preisen aus. Der „Bremer Schulhausroman“ des Literaturhauses Bremen und der Wilhelm-Olbers-Schule ist Preisträger in der Kategorie „Teilhabe“.

Insgesamt 152 Kooperationsteams aus außerschulischen Kulturpartnern und Schulen haben sich in diesem Jahr für einen der acht MIXED UP Preise beworben. 2016 wurden Preisträger in acht Preiskategorien gekürt und mit insgesamt 19.000 Euro Preisgeld prämiert.

„Das Projekt Bremer Schulhausroman vermittelt unter Anleitung von etablierten Autor/innen positive Erfahrungen im Umgang mit Sprache, die ganz nah an der persönlichen Lebenswelt und am kreativen Potential der Jugendlichen orientiert sind. Die öffentliche Präsenz und Sichtbarkeit des Projekts und seiner Mitwirkenden stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein der beteiligten Schüler/innen. Diese erfahren nicht nur kulturelle Teilhabe, sondern auch Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen“, so die abschließende Meinung der Fachjury.

Das Projekt „Bremer Schulhausroman“ wendet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler, die sich in einem bildungs- bzw. literaturfernen Lebensumfeld bewegen und die die Freude am Schreiben noch nicht für sich entdeckt haben. Alexia Sieling, Schirmherrin des Bildungsprojekts, freut sich über die Auszeichnung: „Der Bremer Schulhausroman zeigt, was für einen hohen Stellenwert die Sprachförderung in der kulturellen Bildung derzeit hat. Der Preis unterstützt uns darin, die Verstetigung der Projektinhalte an den Bremer Schulen zukünftig verstärkt voranzutreiben.“

Gruppenfoto mit Osman Engin und Alexia Sieling

Die Gewinner werden am 17. November 2016 im Rahmen eines bundesweiten Fachtags in Wiesbaden feierlich prämiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Für Heike Müller, Geschäftsführerin des Bremer Literaturhauses, ist der Preis eine Anerkennung und Unterstützung zugleich. „Bremens kleinste Kultureinrichtung hat sich mit dem Schulhausroman bundesweit profiliert und wird das Preisgeld nutzen, um die nächsten Schulhausromane auf den Weg zu bringen. Gleich zwei Schulen beherbergen ab diesem Schuljahr eine Dichterschmiede: Die Oberschule im Park und die Schule am Ernst-Reuter-Platz in Bremerhaven. Als Profis mit dabei: die Bremer Autorinnen Jutta Reichelt und Betty Kolodzy.

Weitere Informationen: Literaturhaus Bremen  Wilhelm-Olbers-Schule, Bremen www.schulhausroman-bremen.de

Das Projekt „Bremer Schulhausroman“ wurde im Schuljahr 2015/16 von der Stiftung „Gib Bildung eine Chance“, dem Carl Schünemann Verlag, der Bremer Literaturstiftung, Stadtbibliothek Bremen und vielen Bremer Einzelpersonen gefördert.

Pressekontakt: Literaturhaus Bremen – Heike Müller – Ostertorsteinweg 53 – 28203 Bremen – T: 0421-458 53939 heike.mueller@literaturhaus-bremen.de